Radiosynoviorthese
Diagnostik & Therapien

ist ein nuklearmedizinisches Verfahren zur Behandlung von starken Schmerzen infolge einer geschädigten Gelenkinnenhaut (Synovialis), eine häufige Begleiterscheinung insbesondere von rheumatisch bedingten Gelenkerkrankungen (z.B. rheumatoide Arthritis, aber auch eine aktivierte Arthrose). Durch eine gezielte Verödung der Gelenkinnenhaut mittels radioaktiver Substanzen, die direkt in das betroffene Gelenk gespritzt werden, bilden sich Entzündung, Schmerzen und häufige Gelenkergüsse in den meisten Fällen dauerhaft zurück; ebenso wird die Gelenkfunktion in der Regel deutlich verbessert. Vor allem aber werden das betroffene Gelenk wie auch die benachbarten Gelenkstrukturen vor der fortschreitenden Zerstörung bewahrt. Eine vollständige Wiederherstellung der ursprünglichen Synovialmembran bei fortschreitend geschädigten Gelenken ist jedoch nicht zu erwarten. Die Indikationsstellung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Rheumatologen. Weitere Krankheitsbilder, die mit dem Verfahren behandelt werden können, sind eine seronegative Spondylarthropathie, Kristallarthropathie, pigmentierte villonoduläre Synovialitis und eine Arthropathie bei Hämophilie.

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