Wachstumsstörungen
Symptome & Erkrankungen

liegen vor, wenn das Wachstum eines Kindes von dem für das jeweilige Alter typischen Wachstumsmuster deutlich abweicht. Dies kommt eher selten vor: Etwa 5 Prozent der Kinder sind wesentlich größer oder kleiner als andere Gleichaltrige. Das Wachstum eines Kindes wird durch das Zusammenspiel von Erbanlagen und Umwelteinflüssen bestimmt. Für den Arzt ist z.B. die Bestimmung des Knochenmaßes der linken Hand mithilfe eines Röntgenbilds ein diagnostisches Kriterium, mit dem sich das Knochenalter bestimmen lässt. Abweichungen verlangen weitere Untersuchungen. Unterschieden werden primäre Wachstumsstörungen als Folge von Chromosomenanomalien und anderen Störungen der Erbanlagen (z.B. Down-Syndrom, Ullrich-Turner-Syndrom, Prader-Willi-Syndrom) oder aufgrund von Schäden, die im Mutterleib erworben wurden (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankung der Mutter, Plazentainsuffizienz) sowie sekundäre Wachstumsstörungen, die z.B. aufgrund einer chronischen Organerkrankung oder hormonell bedingten Störungen auftreten. Auch bestimmte Medikamente (z.B. Kortison, Zytostatika zur Behandlung einer Krebserkrankung) können Wachstumsstörungen zur Folge haben. Bei Verdacht auf eine Wachstumsstörung ist es wichtig, das Längenwachstum über einen längeren Zeitraum regelmäßig zu überprüfen, bevor eine Behandlung eingeleitet wird. Sofern möglich, wird die ursächliche Erkrankung therapiert, in manchen Fällen kann eine Hormontherapie das Wachstum ankurbeln bzw. drosseln. Geht eine Wachstumsstörung mit Deformitäten, Beinlängendifferenzen und/oder einem ausgeprägten Kleinwuchs einher, können mitunter auch operative Maßnahmen (z.B. 3D-Chirurgie) erforderlich sein.

INNENSTADT

Kinderklinik und Kinderpoliklinik

Pädiatrische Endokrinologie

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